Forschungsdesign

Der iff-Überschuldungsreport wird von einem Team aus Soziologen und Juristen erstellt. Er erscheint seit 2006. Für den iff-Überschuldungsreport 2016 wurden 61.723 Haushalte untersucht, bei denen die Schuldnerberatung zwischen dem Jahr 2005 und dem Ende des 1. Quartals 2016 begann. Die Hauptuntersuchung ist eine Querschnittsanalyse, für die die anonymisierten Daten aus 21 Beratungsstellen in allen 16 Bundesländern ausgewertet werden. Die Daten sind prozessgeneriert; das heißt, sie wurden während des Beratungsprozesses in der Schuldnerberatungsstelle mit Hilfe der Schuldnerberatungssoftware CAWIN des iff dokumentiert, zusammengefasst und für die statistischen Auswertungen aufbereitet. Bei den analysierten Haushalten handelte es sich überwiegend um nichtselbständige Überschuldete; etwa jeder zehnte Fall betraf ehemals selbständige Überschuldete, bei denen die Selbständigkeit gescheitert war. Neben der Kernanalyse werden regelmäßig Sonderuntersuchungen, zum Beispiel auf der Grundlage von Befragungen, durchgeführt.

Hinweis: Auf Grund einer seit dem Jahr 2014 veränderten Datengrundlage (Veränderungen bei den teilnehmenden Beratungsstellen und Brutto-Betrachtung der Schuldenhöhe) sind die Auswertungen der Reports 2014, 2015 und 2016 nicht mit denjenigen der älteren Reporte kongruent. Die für den Report 2016 erstellten Zeitreihen erfolgen jedoch auf einer einheitlichen Datenbasis, so dass die Vergleichbarkeit innerhalb dieser Studie gewährleistet ist.