Forschungsdesign

Der iff-Überschuldungsreport wird von einem Team aus Soziologen und Juristen erstellt. Er erscheint seit 2007. Für den iff-Überschuldungsreport 2014 wurden mehr als 50.000 Haushalte untersucht, für die die Schuldnerberatung in den Jahren 2004 bis zum ersten Quartal 2014 begann. Die Hauptuntersuchung ist eine Querschnittsanalyse, für die die anonymisierten Daten aus 20 Beratungsstellen in allen 16 Bundesländern ausgewertet werden. Die Daten sind prozessgeneriert; das heißt sie wurden während des Beratungsprozesses in der Schuldnerberatungsstelle mit Hilfe der Schuldnerberatungssoftware CAWIN des iff dokumentiert, zusammengefasst und für die statistischen Auswertungen aufbereitet. Bei den analysierten Haushalten handelte es sich überwiegend um nichtselbständige Überschuldete; etwa jeder zehnte Fall betraf ehemals selbständige Überschuldete, bei denen die Selbständigkeit gescheitert war. Neben der Kernanalyse werden regelmäßig Sonderuntersuchungen, zum Beispiel auf der Grundlage von Befragungen, durchgeführt.

Hinweis: Auf Grund einer im Vergleich zu den Vorjahren veränderten Datengrundlage (Veränderungen bei den teilnehmenden Beratungsstellen und Brutto-Betrachtung der Schuldenhöhe) sind die Auswertungen nicht mit denjenigen der Reporte aus den Vorjahren kongruent. Die für den Report 2014 erstellten Zeitreihen erfolgen jedoch auf einer einheitlichen Datenbasis, so dass die Vergleichbarkeit innerhalb dieser Studie gewährleistet ist.